Buchrezension: Eine provokative Auseinandersetzung mit Kinderrechten und Entwicklung
Dieses Buch regt zum Nachdenken an und ist eine unverzichtbare Lektüre. Es verknüpft gekonnt Erzählungen mit praktischen Beispielen, theoretischen Rahmenbedingungen und reflektierenden Fragen und schafft so ein reichhaltiges Gesamtbild, das sowohl das Herz als auch den Verstand anspricht. Es ist kunstvoll gestaltet und stützt sich auf jahrzehntelange Forschung und evidenzbasierte Praktiken im Bereich der menschlichen Entwicklung, insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder.
Was dieses Buch auszeichnet, ist sein Engagement, die jüngsten Mitglieder unserer frühkindlichen Einrichtungen als kompetente und selbstbewusste Individuen anzuerkennen, die über inhärente Menschenrechte verfügen, und praktische Beispiele dafür zu liefern, wie diese Rechte gewahrt werden können.
Ausgehend von den Grundsätzen der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes betont das Buch die entscheidende Bedeutung von Respekt und Würde im Umgang mit Kindern. Es erinnert uns rechtzeitig an unsere Verpflichtungen und ist damit eine überzeugende und notwendige Ergänzung zur Debatte über frühkindliche Bildung und Kinderfürsorge.
Dieses fesselnde Buch ist eine wertvolle Quelle für Pädagogen, politische Entscheidungsträger und alle, die sich für das Wohlergehen von Kindern einsetzen. Durch die Kombination von Forschung und praktischer Anwendung bietet es den Lesern die notwendigen Erkenntnisse, um positive Veränderungen in ihrer Praxis und ihrem Umfeld zu bewirken. Im Wesentlichen ist es nicht nur eine Lektüre, sondern eine Einladung, unsere Sichtweise und unseren Umgang mit den jüngsten Mitgliedern der Menschheit zu überdenken, wobei es sich auf die Lehren von Emmi Pikler und verschiedenen Fachleuten aus den Bereichen Pädagogik und Psychologie stützt.
– Jana To, Bildungspsychologin, Ministry of Education, Neuseeland
